Die Fermentation ist eine sehr alte Methode, die auch heute noch in vielen Kulturen verwendet wird, um Lebensmittel haltbar zu machen. Dabei handelt es sich um einen Gärprozess, der unter Einsatz von Bakterien, Hefen oder Pilzen dafür sorgt, dass wir bestimmte Lebensmittel länger genießen können. Wie Fermentation funktioniert und warum fermentierte Lebensmittel auf deinem Speiseplan nicht fehlen sollten, verraten wir dir hier! 

Fermentation – was ist das? 

Lebensmittel fermentieren – das machen Menschen bereits seit ca. 10 000 Jahren. Dabei handelt es sich um einen Stoffwechselprozess bei dem Lebensmittel mit Mikroorganismen wie Hefen, Pilze oder Bakterien angereichert werden. Das ist zum Beispiel beim Käse der Fall, bei dem Milchsäurebakterien zum Einsatz kommen. Lebensmittel können aber auch selbst bereits Mikroorganismen enthalten bzw. produzieren, indem man das Gemüse mit einer Salzlake vermengt und luftdicht verschließt. So wird beispielsweise Sauerkraut hergestellt.  Durch die Fermentation verändert sich der pH-Wert, was dazu führt, dass fermentierte Lebensmittel einen säuerlichen Geschmack bekommen.

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Welche Lebensmittel kann man fermentieren?

Gemüsesorten aller Art eignen sich zum Fermentieren – besonders gut funktioniert es bei Wurzelgemüse und Kohlarten wie Rotkohl, Karotten, Rote Beete oder Zwiebeln. Weitere fermentierte Lebensmittel sind außerdem:

  • Joghurt
  • Kefir
  • Käse
  • alkoholische Getränke wie Bier, Wein
  • Sauerkraut
  • eingelegte Gurken
  • Oliven
  • Sojasoße
  • Kimchi
  • Sauerteig
  • Schokolade
  • Kombucha

Welche gesundheitlichen Vorteile haben fermentierte Lebensmittel?

Fermentierte Lebensmittel schmecken nicht nur richtig lecker, sondern bringen einige gesundheitliche Vorteile mit sich:

  • Fermentierte Lebensmittel unterstützen die Verdauung, indem beschwerliche und schädliche Keime bei der Fermentation vernichtet werden
  • Die Abwehrkräfte unterstützen fermentierte Lebensmittel außerdem, weil sie reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen sind. Der Anteil dieser Nährstoffe kann sogar durch den Gärprozess steigen. Joghurt enthält zum Beispiel reichlich Calcium und Vitamin B12. Sauerkraut ist dagegen besonders reich an Vitamin C und Ballaststoffen.
  • Durch den Stoffwechselprozess sind fermentierte Lebensmittel nicht nur besser verdaulich, auch Nährstoffe können schneller und leichter vom Körper aufgenommen werden.
  • Fermentierte Lebensmittel stärken außerdem das Immunsystem, indem sie für eine vielfältige Darmflora sorgen.

Fermentierte Lebensmittel sind neben den positiven Effekten auf unseren Körper auch eine tolle Möglichkeit, um weniger Lebensmittel zu verschwenden, da sie durch die Haltbarmachung über einen längeren Zeitraum genießbar sind.

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